Inhalt

Was macht eigentlich eine Standesbeamtin?

Standesbeamte*innen verheiraten Menschen. So lautet das gängige Klischee. Lassen sich ausschließlich mit Hochzeiten aber ganze Arbeitstage füllen? Eher nicht.

Im Blomberger Standesamt gibt es genau aus diesem Grund für die beiden Standesbeamtinnen noch deutlich mehr zu tun.

Lange Liste an Aufgaben

Das Standesamt begleitet die Menschen durch ihr ganzes Leben. Es registriert ihre Geburt, schließt ihre Ehe und stellt auch die Sterbeurkunde aus.

Dazwischen gibt es noch viele Dienstleistungen rund um die Beurkundung von sogenannten Personenstandsfällen. Denen nehmen sich die beiden Blomberger Standesbeamtinnen täglich an.

Das Ausstellen von Urkunden, Vaterschaftsanerkennungen, Namensänderungen und Folgebeurkundungen (beispielsweise über Eheauflösungen wie Scheidung oder durch den Tod) gehören unter anderem auch dazu.

Und natürlich verheiraten sie Menschen. Hochzeiten sind ganzjährig möglich, finden aber am häufigsten in den Frühlings- und Sommermonaten statt.

Wissenswertes rund um das Thema Hochzeit

Geheiratet werden darf in Blomberg nur in gewidmeten Räumen. Und davon existiert einer: das Trauzimmer in der ersten Etage des ehemaligen Amtsgerichts.

Neben Brautpaar, Standesbeamtin, Trauzeugen*innen und Fotograf*in finden dort 16 Gäste Platz.

Geheiratet werden kann während der Öffnungszeiten zu jeder vollen Stunde, also von Montag bis Freitag zwischen 8 und 11 Uhr und donnerstags zusätzlich von 14 bis 17 Uhr.

An Freitagnachmittagen und samstags (außerhalb der Öffnungszeiten) können sich Brautpaare – ebenfalls zu jeder vollen Stunde – auch trauen lassen. Freitags zwischen 13 und 16 Uhr und samstags zwischen 9 und 16 Uhr.

Für Trauungen außerhalb der Öffnungszeiten fällt allerdings eine Zusatzgebühr von 66 Euro an. Die Reservierung dieses Termins muss ein Vierteljahr vorher erfolgen.

Grundsätzlich sind – abgesehen von Freitagnachmittagen und Samstagen – aber auch kurzfristige Trauungen möglich, die je nach Terminlage rund 14 Tage vorher angemeldet werden sollten.

Diese Vorlaufzeit brauchen die Standesbeamtinnen, um sich individuell auf die Traurede vorbereiten zu können.

Weitere Informationen

Zwei entscheidende Aspekte zur Anmeldung: Die muss immer am Wohnsitz des späteren Ehepaars erfolgen und ist ein halbes Jahr lang gültig.

Trauzeugen*innen sind seit dem 1. Juli 1998 nicht erforderlich, maximal zwei können aber zur Trauung mitgebracht werden.

In Blomberg darf übrigens der Bürgermeister keine Trauungen vornehmen. Das hat einen Grund: Er ist kein bestellter Standesbeamter. Standesbeamte*innen sind übrigens nicht immer Beamte*innen.

Und noch mehr Wissenswertes: Im Zuge der Trauung unterschreiben die Eheleute im Regelfall eine Niederschrift über die Eheschließung. Da sie zuvor aber ihren Willen zur Heirat mündlich bekräftigt haben, ist das – als mündlicher Vertrag – eigentlich schon ausreichend. Widerrufsrecht gibt es keines.

Zusätzlich zur Anmeldung benötigen die Blomberger Standesbeamtinnen verschiedene Unterlagen. Die entsprechende Liste finden Sie rechts in der Randspalte.

Noch mehr Wissenswertes zum Thema Heirat haben wir für Sie in einer Reportage und einem Flyer zusammengefasst.