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Brandschutzbedarfsplan: So leistungsfähig ist die Blomberger Feuerwehr

Antworten auf diese Fragen liefert der Brandschutzbedarfsplan. Dieser Plan ist Pflicht und muss laut Gesetz – Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) – alle fünf Jahre fortgeschrieben werden. Für die aktuelle Version des Plans hat sich die Stadt Blomberg Unterstützung ins Boot geholt: durch die Kommunal Agentur NRW.

Istzustand und Sollanalyse sind wichtige Inhalte

„Durch einen Brandschutzbedarfsplan wird der aktuelle Zustand des Brandschutzes in einer Kommune beleuchtet. Dem gegenüber steht eine Sollanalyse. Und: Welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, ist ebenfalls ein wichtiger Teil“, unterstreicht Jörn Meinberg von der Stadt Blomberg.

Die Kommunal Agentur NRW geht im diesjährigen Brandschutzbedarfsplan zuerst auf die Verwaltung der Stadt Blomberg ein, der die Feuerwehr untersteht, nimmt eine Analyse des Gefährdungspotenzials vor und beschreibt Aktionen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu optimieren.

Anschließend wird die Feuerwehr genau unter die Lupe genommen – inklusive aller Standorte in den verschiedenen Ortsteilen –, bevor der Brandschutzbedarfsplan mit weitergehenden Maßnahmen und entsprechenden Prognosen schließt.

Einige dringende Empfehlungen

Diese Maßnahmen und Prognosen sind übrigens besonders beachtenswert, denn: In insgesamt fünf Kategorien zeigen diese auf, was zeitnah umzusetzen ist.

Im Bereich der Organisationsstruktur ist die Überprüfung der verwaltungsseitigen Stellenanteile für die Feuerwehr beispielsweise besonders dringend. Was die Standorte und die Standortstruktur angeht, sollten verschiedene bauliche Maßnahmen kontinuierlich umgesetzt werden.

Rund um Technik und Ausstattung sind gleich drei einzelne Maßnahmen vorzunehmen: Sicherheitsbeleuchtung an allen Standorten sowie Absauganlagen an den erforderlichen Stellplätzen nachrüsten und hydraulische Rettungsgeräte und mobile Tragkraftspritzen in ausreichender Zahl vorhalten.

Beim Fahrzeugkonzept existieren keine dringenden Nachbesserungen, während das auf dem Personalsektor schon der Fall ist. Hier lautet die Empfehlung, ein Personalentwicklungskonzept zur Nachwuchswerbung – insbesondere in der Kernstadt und in Cappel – und zum Qualifikationserhalt der Einsatzkräfte zu erstellen.

Klare Prognose

Und die Kommunal Agentur NRW kommt auch zu einem klaren Ergebnis: Mit dem Brandschutzbedarfsplan und den entsprechenden Maßnahmen könne dauerhaft eine den örtlichen Verhältnissen angemessen leistungsfähige Feuerwehr vorgehalten werden.

Der bestehende Brandschutzbedarfsplan wird, orientiert an den Vorgaben des Gesetzes, im Jahr 2026 fortgeschrieben.